Liebe Leute,
in den letzten Tagen habe ich, veranlasst durch ein Thema nebenan, spielerisch ein wenig getestet, wie man Paperless-ngx auf einem Rechner organisieren kann, der mit Proxmox bestückt ist.
Eine Installation habe ich in einem LXC durchgeführt. Dabei wurde Debian13 genutzt, Docker und darauf Paperless installiert. Für die andere Installation habe ich eine VM angelegt, die ich analog konfiguriert habe.
Eingelesen wurden zum Einen zahlreiche Dokumente, die ich hier ohnehin herumliegen habe. Und der ultimative Test war das Einlesen eines sehr großen Dokuments mit 2409 Seiten, nämlich der Klimareport des IPCC.
Dabei kam ich zu folgenden Ergebnissen:
- Bei der Arbeitsgeschwindigkeit waren kaum Unterschiede fühlbar.
- In Sachen CPU gibt es kaum Unterschiede. Wenn gerade nix zu konsumieren und auch sonst nichts zu tun ist, wird die CPU kaum belastet und es bleibt dann genügend Leistung für andere Dinge übrig, die auf diesem Gerät laufen.
- Bei RAM schneidet der LXC angenehmer ab. Bei Inaktivität wird der zugewiesene RAM vom LXC freigegeben und kann in diesen Situationen von anderen LXCs oder VMs genutzt werden. Eine VM beansprucht den RAM dauerhaft, auch wenn Paperless nix zu tun hat.
- Die VM ging in der Disziplin “Festplatte” leider k.o.
Anfangs sind kaum Unterschiede feststellbar. Doch in jedem Haushalt, in jedem Unternehmen kommen immer wieder neue Dokumente, Briefe und Rechnungen neu dazu. Die Daten verbrauchen immer mehr Platz. Irgendwann ist jedes Volume mal voll. Kein Problem! In Proxmox kann ich die “Ressource” aufrufen –> “Volume-Aktion” –> “Größe anpassen” und das Volume um zwei oder drei GB vergrößern. Das reicht dann wieder eine Weile.
Nun die Unterschiede: In einem LXC wird die Vergrößerung umgehend wirksam. Der Befehldf-hmacht die Veränderung sofort sichtbar. Nichtmal ein Neustart ist erforderlich. Ganz anders in einer VM. Das Volume kann zwar vergrößert werden, doch das Linux in der VM bemerkt diese Veränderung nicht. Hier muss erst die Partition vergrößert werden, bevor Paperless die zusätzlichen GB nutzen kann. Da ich keinen Bock aufpartedund dieses Geraffel hatte, habe ich meine Spiel-VM einfach gelöscht und großzügig neu angefertigt.
In einem Unternehmenskontext halte ich diesen Unterschied für sehr relevant.
Tja, auch wenn Stefan im anderen Thema die Nutzung einer VM empfohlen hat, kann ich diese Empfehlung nicht unterstützen. Möglicherweise ergänzt er mal an dieser Stelle, welche Vorteile er für den Einsatz einer VM noch anbringen kann.
In meinem Vergleich ist der LXC der eindeutige Testsieger.
Pfiffikus,
der ganz sicher den einen oder anderen Aspekt übersehen hat