NAS-Vergleich: DS224+, DS725+ oder Ugreen DXP2800 für Paperless-NGX & Cloud

Hallo zusammen,

ich würde gerne eure Meinung zu folgender Geräteauswahl hören:

  • Synology DS224+ (Intel)

  • Synology DS425+ (intel)

  • Synology DS725+ (AMD)

  • Ugreen DXP2800 (Intel)

Ich habe testweise meine Synology DS224+ durch eine Ugreen DXP2800 ersetzt.
Hardwareseitig ist die DXP2800 der Synology deutlich überlegen, das ist unstrittig.
Softwareseitig ist mir aber bewusst, dass DSM von Synology insgesamt ausgereifter ist.

Was mich bei der DS224+ jedoch dauerhaft gestört hat:
Durch den Einsatz von Docker gingen die HDDs nie in den Ruhezustand, sondern liefen permanent.
Da es keine NVMe-Slots gibt, liegen System, Docker und Daten zwangsläufig auf den HDDs.

Bei der DXP2800 ist das anders gelöst:

  • Das System läuft auf einer fest verbauten internen SSD

  • 2× M.2 NVMe werden für Docker / Container-Daten genutzt

  • 2× HDD dienen ausschließlich als „Datengrab“

→ Die HDDs laufen dadurch nur bei tatsächlichem Zugriff, was bei mir eher selten vorkommt.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:

:backhand_index_pointing_right: Welches der genannten Systeme haltet ihr für am sinnvollsten geeignet für folgende Anwendungen?

  • Paperless-NGX (Docker-basiert)

  • Cloud-Lösung für Dokumente, Fotos und Videos (reine Cloud, kein Streaming-Fokus)

Mir geht es dabei vor allem um:

  • funktionierenden HDD-Ruhezustand

  • zuverlässigen Docker-Betrieb

  • ein langfristig stabiles und wartbares Setup

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Einschchätzungen :+1:

Hi,

Wenn das so ist musst du uns deine Ergebnisse mitteilen! :wink:

Bringt die vorhandene Mehrleistung vom Ugreen NAS wirklich den gewüschten Erfolg?
Z.b. beim Consumieren oder suchen von Dokumenten?
Wenn man die Leistung vom Ugreen nur zum Angeben braucht ob der weil es grad alle Technik Influenzer Empfehlen, dann bitte schön.

Ob du mehrere Laufwerke brauchst evtl mit Raid1 musst du selber eintscheiden.
Eine 425 mit HDDs fürs Datengrab und eine SSD für Docker Anwendungen läuft sicher gut die nächsten Jahre. Ein wenig mehr RAM würde ich ihr trotzdem spendieren.
Evtl fällt ja noch die Beschränkung für die eigenen M.2 SSDs, dann kannst du auch die M.2 Slots offiziell als Volume nutzen.

Bei mir laufen auch die HDDs immer durch, die Docker Container auf der SSDs sowieso.
Ob Ruhemodus besser ist für die HDDs als Dauerbetrieb, da gibts auch viele unterschiedliche Meinungen.

Oftmals wird ja belächelt dass Synology eine alte Dockerversion verwendet, trotzdem läuft sie stabil und bei mir ohne Probleme.

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Diese Frage kann ich Dir aus eigener Erfahrung beantworten. Ich habe eine identische Paperless_ngx Instanz auf der DXP4800 Plus (NVME-Volume) installiert und genau das ausprobiert.

Ja, es geht um einiges flüssiger als auf der DS923+ die ich im produktiven Einsatz habe.

ABER: Nein, aktuell kann ich die DXP4800 nicht als produktives System einsetzen, weil - genau wie Du sagst - im Wesentlichen ist der Unterschied gegenüber einem Synology NAS nur in der potenteren Hardware zu finden (meine persönliche Meinung, die wohl auch in diesem Forum mit vielen nicht übereinstimmend ist - und auch nicht sein muss.)

Hingegen hat UGOS aus meiner Sicht noch einiges zu tun um - für meinen Anwendungszweck - produktiv eingesetzt werden zu können.

Meine DS923+ tut was sie soll. Zuverlässig, ohne Murren und läuft 7x24 Nonstop.

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Das ist nicht nur Deine Meinung, ich denke es muss immer das Gesamtsystem aus Hard- und Software passen. Diesbzgl. finde ich Synology einwandfrei, auch einen Tick besser als Qnap z.B.

Ugreen hat da noch einige Hausaufgaben zu machen.

Meine Erfahrungen mit der UGREEN DXP2800 im Vergleich zur Synology DS224+

Kurz gesagt: naja.

Die Lautstärke des Lüfters ist okay – nichts Besonderes, aber auch nicht störend. Die OEM-Lüfter sind halt nicht das Nonplusultra, das kennt man von fast allen Herstellern.

Was mich mehr stört, sind die Temperaturen. Bei unter 10 % CPU-Last schon 60–70 °C, und sobald Docker läuft und z. B. Paperless aktiv ist, geht’s schnell auf 80–90 °C. Dann wirkt das System manchmal ein bisschen ins Stocken geraten, läuft aber noch. Im Vergleich dazu ist die DS224+ deutlich stabiler, wirkt einfach „konstanter“. Ich glaube, die Temperaturen spielen da schon eine Rolle.

Die Software UGOS ist optisch echt modern und aufgeräumt, fast schon schicker als DSM. Aber inhaltlich fehlen noch viele Funktionen, die man bei Synology gewohnt ist. Will man das System produktiv nutzen, muss man aktuell noch viel basteln und Workarounds einbauen. Für Bastler okay, für einen reibungslosen „einmal einrichten und fertig“-Betrieb ist es noch nicht auf DSM-Niveau.

Ich überlege gerade, wieder zu Synology zu wechseln, zumal ich noch innerhalb der 30-Tage-Rückgabefrist bin. Ich will nicht sagen, dass mir die DXP2800 gar nicht gefällt, aber bei der Datensicherheit habe ich ein ungutes Gefühl. Klar, man macht Backups – trotzdem erwarte ich von einer NAS, dass meine Daten grundsätzlich sicher auf dem System selbst liegen, auch ohne Backup. Genau dieses Vertrauen gibt mir Synology aktuell deutlich mehr.

Noch was zum Schluss: DS925+ (AMD) vs. DS425+ (Intel)

Beide Modelle sind grundsätzlich ziemlich ähnlich. Der größte Unterschied liegt in der Prozessorarchitektur – AMD oder Intel. Im Volksmund heißt es ja oft, man solle „einem System treu bleiben“ und die gleiche Plattform nutzen wie bei den eigenen Hauptgeräten. Bei mir wäre das Intel. Auf dem Papier hat der AMD Ryzen V1500B gegenüber dem Intel Celeron J4125 leicht die Nase vorn.

@ebupap Macht das einen Unterschied bei der Nutzung oder Bedienung als NAS bzw. für Docker, oder merkt man davon kaum etwas? Das ist für mich aktuell die entscheidende Frage.

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Ich rate aus eigener Erfahrung ab die 2800er als ProduktivSystem zu nutzen wenn man nicht die erforderlichen Kenntnisse und Nerven besitz ( nix für Nicht IT-Affine ), ich hatte sie parallel zu meiner 918+ laufen und immer wieder gab es seltsame Probleme die sich nur mit neu installieren lösen ließen.

Kann auch sein das dies immer durch ein UGOS Update auftrat, ich habe es immer nur tage später bemerkt das nichts mehr konsumiert wurde usw… war es irgendwann Leid und hatte die Nase voll.

Zur Performance kann ich nur sagen das der Export und Import auf der 918+ auf den HDDs flotter war als auf der 2800 auf den SSDs… gemessen an der Dauer für die Vorgänge und auch fürs starten.

Ich nutze die 2800 nur noch als Labor-Gerät zum Testen von neuen Containern und werde Synology weiter treu bleiben oder mir weiterhin selbst n NAS bauen auf Debain oder TrueNAS Basis.

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